29. Oktober 2010 bis Sonntag, 6. Februar 2011
„Der Brauch, Krippen darzustellen, ist bereits sehr alt. Im Jahr 1223 hielt der heilige Franziskus von Assisi die erste Krippenfeier ab, die zum Vorbild für die Krippendarstellungen wie wir sie heute noch kennen wurde.
Waren Krippen bis ins 18. Jahrhundert hinein vornehmlich in Kirchen aufgestellt worden, so fanden sie von dieser Zeit an im häuslichen Umfeld einen festen Ort und bilden seitdem einen festen Bestandteil im weihnachtlichen Brauchtum. Vor allem in Böhmen, Mähren und dem Erzgebirge entstanden große Krippenlandschaften, sog. Krippenberge, die von Jahr zu Jahr reicher ausgestattet und vervollständigt wurden. Besonders die reich ausgestalteten böhmischen Krippen geben Zeugnis vom Leben der bürgerlichen Familien ab dem 18. Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein. Das Sammler-Ehepaar Klebe hat jahrzehntelang Krippen zusammengetragen. Ihnen ist es zu verdanken, dass Vieles erhalten blieb, und wir nun große und kleine Kostbarkeiten religiöser Volkskunst für drei Monate im Diözesanmuseum mit Genuss betrachten können.




