Die vier Programme C0 bis C3
richten sich speziell an Kommunionkinder und ihre erwachsenen BegleiterInnen, die die Kinder in den Pfarreien auf die Erste Heilige Kommunion vorbereiten. Die Tischgruppen der Kommunionkinder können dabei vor ausgewählten Objekten der Sammlung ihre Kenntnisse vertiefen und in einem kleinen praktisch-kreativen Teil im Atelier umsetzen. Die gebastelten Objekte können mit nach Hause genommen werden.
Tipp: Es kann im Farbenrausch und Klebestress schon mal einen Fleck geben, der nicht mehr zu entfernen ist! Daher bitte „olle Klamotten“ anziehen!
Dauer: 2 Stunden
Kursgebühr für die Gruppe: 3,00 € pro Kommunionkind
Beratung: Claudia Westermann, Tel. (0 52 51) 125-1400
Vier ausgearbeitete Programme:
(C0) Kommunion – Ein Stück vom Himmel für mich!


Beim letzten Abendmahl teilte Jesus Brot und Wein mit seinen Freunden, seinen Wegbegleitern – seinen Jüngern. Kurz darauf wurde er als Aufrührer am Kreuz hingerichtet. Um die Erinnerung an Jesu Tod und vor allem an seine Auferstehung wach zu halten, feiern Christen in aller Welt im Gottesdienst ein gemeinsames Mahl – die „Kommunion“, abgeleitet von dem griechischen Wort für Gemeinschaft. Diese Feier der heiligen Kommunion wird in besonderem Rahmen und mit kostbaren Gefäßen begangen, sind doch in ihr Jesu Leib und Blut – und damit ein kleines Stück Himmel – gegenwärtig.
Wir hören die Geschichte vom letzten Abendmahl und haben dann die Möglichkeit, uns die kunstvoll gearbeiteten Kelche und Schalen, die Brot und Wein während der Messe aufnehmen, in Ruhe und ganz aus der Nähe anzuschauen. So lernen wir einiges über die dort verborgenen Symbole und ihre Bedeutung. Wir bekommen außerdem einen Einblick in die Arbeit der Goldschmiede, die solch kostbares liturgisches Gerät herstellten und werden in einem praktischen Teil selbst zu Goldschmieden, die am Ende des Kurses ihr getriebenes Reliefbild mit nach Hause tragen können.
C1) Maria – Eine Frau auf dem Thron
Die Madonna des Paderborner Bischofs Imad ist fast tausend Jahre alt. Über lange Zeit war sie im Paderborner Dom aufgestellt, und viele Menschen fanden bei ihr Trost in ihren alltäglichen Sorgen und Nöten.
In der Sammlung des Museums befinden sich aber neben unserer berühmten Imad-Madonna noch viele andere Mariendarstellungen. An diesen lassen sich die Veränderungen in der Beziehung zwischen Mutter und Kind eindrucksvoll ablesen; denn jede Zeit hatte ihre eigene Vorstellung von der Muttergottes mit dem Christuskind.
Wir wollen uns einige dieser Muttergottesbilder genau ansehen und herausfinden, wie sich Haltung, Gesichtsausdruck, Gesten und das Miteinander von Mutter und Kind über einen langen Zeitraum hin gewandelt haben. Anschließend wollen wir selber eine kleine Mutter mit Kind aus Ton fertigen.
(C2) Kreuz und Kreuzweg
Die Leidensgeschichte Christi wurde den Gläubigen in den vergangenen Jahrhunderten in vielfältiger Weise vor Augen geführt. Unsere Sammlung beherbergt gerade zu diesem Thema höchst eindrucksvolle Kunstwerke. Darunter befindet sich ein großes Tafelbild des Malers Gerd van Lon, das er vor fast fünfhundert Jahren gemalt hat. Auf erzählerische Art und Weise vereint der Maler aus Geseke gleich mehrere Szenen der Passionsgeschichte in einem einzigen Bild. Es zeigt die Stationen der Leidensgeschichte, die Kreuzigung Christi und die nachösterlichen Geschichten, die mit der Himmelfahrt ihren Abschluss finden.
Neben dieser Bildergeschichte werden wir uns auch einige Kreuzdarstellungen ansehen. Wir wollen dabei in Erfahrung bringen, warum und wie sich die Vorstellungen des Menschen vom Gottessohn am Kreuz im Laufe der Zeit verändert haben. In vergleichendem Sehen können wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrnehmen.
Anschließend werden wir im Museumsatelier ausgehend von einem Detail aus dem Tafelbild des Gerd van Lon eine kleine Bilderbibel der Passion mit unterschiedlichen Materialien und Techniken zu Papier bringen.
(C3) Klein und fein … Ein Schatzkästlein
Es ist für uns immer wieder eine große Freude wenn wir im Juli eines jeden Jahres den goldenen Liborischrein im Paderborner Dom oder während der Prozession durch die Stadt sehen können. Im Museum aber ist er das ganze Jahr über – außer in der Liboriwoche versteht sich! – aus der Nähe zu betrachten.
Der Goldschmied Hans Krako aus Dringenberg, der den Liborischrein um 1625 fertigte, hat sich damals viele Details einfallen lassen. Er hat den großen hausförmigen Eichenkasten mit vergoldetem Silberblech reich verziert und alle Register seines Könnens gezogen. Unzählig viele Figürchen bevölkern das Haus des Heiligen und alle sind unterschiedlich gestaltet.
Wir wollen uns den Schrein genauer ansehen, etwas über seine Geschichte erfahren und herausfinden, welche Techniken der Goldschmied beherrschte. Anschließend wollen wir eine Szene aus der Geschichte des Heiligen Liborius auswählen und diese in eine goldene Platte gravieren. Die lässt sich dann zu Hause an der Wand aufhängen und kündet von unserem berühmten Bistumspatron.




