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Kindergeburtstag im Museum

Für Kindergeburtstagefeiern im Diözesanmuseum

haben wir zwei Themenstränge ausgearbeitet. Sie beziehen sich entsprechend der Altersgruppen und Fähigkeiten auf

  • jüngere Kinder
    von fünf bis sieben Jahren
    (Programme D1 – D4) und
  • ältere Kinder
    von acht bis zwölf Jahren
    (Programme E1 – E3)

Die angebotenen Themen widmen sich schwerpunktmäßig einzelnen Aspekten und Objekten der Sammlung. Neben einer einführenden Betrachtung und Erläuterung einzelner Kunstgegenstände im Gespräch mit den „geladenen Gästen“ der Geburtstagsrunde wird im Anschluss noch ein praktischer Teil durchgeführt. Die gebastelten Objekte können mit nach Hause genommen werden.

Für die Kindergeburtstage im Museumsatelier ist eine rechtzeitige verbindliche Anmeldung erforderlich. Bei Stornierungen einen Tag vor Veranstaltungsbeginn oder bei Nichterscheinen der Gruppe bis 30 Minuten nach dem vereinbarten Termin ist der Gesamtpreis zu entrichten. Kuchen und Getränke können gerne mitgebracht werden!

Tipp: Es kann im Farbenrausch und Klebestress schon mal einen Fleck geben, der nicht mehr zu entfernen ist! Daher bitte olle Klamotten anziehen.

Teilnehmerzahl: 6 bis 12 Kinder
Dauer: 2 Stunden
Kosten Kindergeburtstag: 45,00 € inkl. Materialkosten
Beratung: Claudia Westermann, Tel. (0 52 51) 125-1400

1Vier Angebote für Kinder von 5 bis 7 Jahren

(D1) Klein und fein … Ein Schatzkästlein

Für Kinder von 5 –7 Jahren

In den drei alten Gewölben der Schatzkammer unseres Museums gibt es viel zu sehen. In dem kleinsten stehen in der Mitte zwei rechteckige, kostbar gearbeitete Kästchen. Sie sind fast 1000 Jahre alt und nicht nur deshalb etwas ganz besonderes, weil wir wissen, wer sie hergestellt hat: Es war vermutlich ein Mönch, der auch als Goldschmied tätig war. Er hieß Rogerus und lebte in dem Kloster Helmarshausen an der Weser, nicht weit von Paderborn entfernt. Er war wegen seines Wissens und seines handwerklichen Könnens schon zu Lebzeiten ein berühmter Mann. Rogerus beherrschte nicht nur alle möglichen damals bekannten Techniken des Goldschmieds auf das Feinste, er war auch ein wissbegieriger Mensch, der seine Kenntnisse nicht nur für sich „im stillen Kämmerchen“ behielt, sondern sie für die Nachwelt aufgeschrieben hat.

Die kleinen Kästchen dienten den Bischöfen dazu, auf ihren weiten Reisen die Heilige Messe zu feiern. Im Innern bargen sie kostbare Reliquien von Heiligen, die man wegen ihres vorbildlichen Lebens besonders verehrte.
Auch Ihr habt sicher Kostbarkeiten, die von Euch geschätzt werden und die Ihr an einem besonderen Ort aufbewahrt. Wir wollen heute selbst eine kleine Schatztruhe basteln, in der Ihr dann zu Hause eure Schätze hüten könnt.

(D2) Englische Grüße aus Papier

Für Kinder von 5 – 7 Jahren

Englische Grüße müssen nicht immer aus England kommen, englische Grüße können auch Grüße von Engeln sein. Zum Beispiel vom Erzengel Gabriel. Der himmlische Bote Gottes brachte vielen Leuten frohe Botschaften: Er verkündete dem Zacharias die Geburt seines Sohnes, Johannes des Täufers. Er verkündete Maria die frohe Botschaft der Geburt Jesu und er erschien im Traum den Hirten auf dem Felde.

Wir wollen in der Sammlung des Museums himmlische Boten ausfindig machen. Es gibt hier nämlich viele Darstellungen von Engeln in unterschiedlichen Größen, Formen und Techniken. Ihr werdet staunen, wo sie überall zu entdecken sind!

Anschließend werden wir im Museumsatelier mit leuchtenden Farben Postkarten gestalten, aus unterschiedlichen Materialien und in den unmöglichsten möglichen Formen. Ihr könnt Eure „englischen Grüße“ dann auch verschicken und Euren Freunden und Verwandten eine farbenprächtige Freude machen.

(D3) Fabelhafte Wesen und andere Tiere

Für Kinder von 5 – 7 Jahren

Wer vermutet schon, im Museum so seltsamen Wesen wie Drachen und Einhörnern zu begegnen? Kennt Ihr zum Beispiel die Geschichte vom heiligen Georg? Er kämpfte ritterlich und heldenhaft mit einem grauenhaften Untier und rettete einer kleinen Prinzessin dadurch das Leben.

Aber nicht nur Drachen tummeln sich im Museum. Da gibt es auch noch so manch anderes Tier zu entdecken. Man muss nur genauer hingucken, denn oft verstecken sie sich ein wenig in den Bildern und Figuren und sind nicht auf den ersten Blick ausfindig zu machen.

Gemeinsam werden wir uns im Museum auf die Suche begeben und dabei eine ganze Menge über die fabelhaften und auch über die ganz normalen Tiere, ihre Eigenschaften und ihre Bedeutungen erfahren.
Und dann geht’s ans Selbermachen! Aus einem Klumpen Efaplast lassen sich „fabelhafte Wesen“ kneten. Die könnt Ihr anschließend knallbunt bemalen, und ein Plätzchen für das Getier habt ihr sicherlich zu Hause schon bereit.

(D4) Von glänzendem Gold und schimmerndem Silber

Für Kinder von 5 – 7 Jahren

In den uralten Gewölben des Museums werden die kostbarsten Schätze aufbewahrt. Es sind Geräte aus Gold und Silber, häufig mit Edelsteinen und anderem Zierrat reich geschmückt: Monstranzen, Kelche, Dosen und Kästchen, die in früheren Zeiten für die Gottesdienste im Paderborner Dom oder in den Kirchen des Bistums gebraucht wurden. Auch der berühmte Liborischrein ist hier zu finden, wenn er nicht gerade zum großen Liborifest im Paderborner Dom aufgestellt ist.

In einem Streifzug durch die Gewölbekammern können wir einige dieser wertvollen und beeindruckenden Arbeiten der Gold- und Silberschmiedekunst genau ansehen. Wir erfahren etwas über die Personen, die die Kostbarkeiten in Auftrag gaben und hören, wie die Künstler in längst vergangenen Zeiten arbeiteten und worauf sie achten mussten, damit ihre Arbeit ein voller Erfolg werden konnte.

Anschließend wollen wir dann gemeinsam in Gold- oder Silberfolie ein Relief prägen und mit Prickelnadeln kleine Löcher in das Metall stanzen. Wenn Ihr dann zu Hause die Metallfolien im dunklen Zimmer vor eine Kerze stellt, schimmern sie wie Sterne am Himmel!

2Drei Angebote für Kinder von 8 bis 12 Jahren

(E1) Fast wie Elfenbein. Ein Relief aus Seife

Für Kinder von 8 – 12 Jahren

Im Museum gibt es ein so genanntes „Kusstäfelchen“ aus Elfenbein mit ganz feinen Reliefschnitzereien. Es ist schon über 500 Jahre alt und wurde früher an besonderen Feiertagen vor der Kommunion zum Kuss gereicht, um die Verbundenheit mit Christus und seinem Leidensgang zu verdeutlichen.

Das Täfelchen zeigt das Gesicht Christi. Hinter dieser Darstellung verbirgt sich die Legende von der heiligen Veronika, die auf dem Weg nach Golgatha zugegen war. Veronika reichte ihm ein Tüchlein hin, um Christus den blutigen Schweiß der Passion zu trocknen. Als sie es zurückerhalten hatte, waren darin die Gesichtszüge Christi abgedrückt.

Wir wollen uns die Geschichte der hl. Veronika auf einem großen Tafelbild im Museum anschauen und auch das kleine „Kusstäfelchen“ in der Schatzkammer genauer betrachten. Mit diesen Anregungen versuchen wir dann anschließend selbst ein kleines Relief zu schnitzen; zwar nicht aus Elfenbein aber – auch nicht schlecht – aus Seife!

(E2) Eine Platte – Viele Bilder. Die Radierung

Für Kinder von 8 – 12 Jahren

An was denkt ihr bei dem Wort „Radierung“? An missglückte Bleistiftzeichnungen und das verflixte Ausradieren? Aber nein, weit gefehlt. Was wir heute machen wollen, ist etwas ganz anderes. Wir wollen drucken! Das ist zwar nicht so einfach, aber mit ein wenig Hilfe könnt ihr es bestimmt schnell lernen und ganz tolle Sachen machen!

Schon die Goldschmiede im Mittelalter kannten das Gravieren in Metallplatten, und schufen wunderschöne, kunstvolle Gegenstände. In früheren Zeiten, als es noch keine Fotos gab, benutzte man die Technik des Gravierens um viele Bilder von einem Motiv herzustellen und unter die Leute zu bringen.

Wir wollen im Museumsatelier Genaueres über diese interessante Technik erfahren, uns anregen lassen und anschließend selber Hand anlegen. Wir ritzen ein Bild in eine Platte und werden sie dann als Druckstock verwenden. Auf diese Weise lassen sich wunderschöne Postkarten machen: Einladungen zum Geburtstag zum Beispiel oder Bilder für die Wand zu Hause.

(E3) Kopf und Kragen. Kleine Büsten

Für Kinder von 8 – 12 Jahren

Im Museum gibt es eine ganze Reihe von interessanten Büsten, die auf hohen Sockeln stehen. Büsten – das sind Figuren, die nur aus Kopf und Schultern bestehen. Im Mittelalter hat man in ihrem Inneren das Kostbarste aufbewahrt, was die Kirchen und Klöster besaßen: die Reliquien von Heiligen. So bewahren wir im Museum z. B. die großen Büsten von Kaiser Heinrich und seiner Frau Kunigunde auf. Und sicherlich kennt Ihr auch die großen silbernen Büsten des heiligen Liborius und des heiligen Meinolphus gleich auf der Eingangsebene des Museums.

In späterer Zeit schnitzten die Bildhauer und malten die Maler gerne auch Büsten von berühmten Persönlichkeiten. In den Zeiten als es noch keine Fotografien gab, waren solche Büsten von großer Bedeutung, um dem Volk ein Bild von Kaisern und Königen, Bischöfen und auch von vielen Heiligen vor Augen zu führen.

Wir wollen uns diese Büsten einmal genauer ansehen und anschließend selber eine kleine Büste herstellen: vielleicht ein Bild von unseren besten Freunden oder von uns selbst.

EIntrittspreise

zur Laufzeit der Franziskus-Ausstellung

Einzelbesucher  7,00 €
 ermäßigt  5,00 €
 in Gruppen ab 8 Personen  5,00 €
 Schüler/Kindergruppen (ab 10 Personen) inkl. gebuchter Führung / Programm  4,00 €
 Programme/Führungen
(bis 25 Personen)
 a) Gruppenpreis 90 Minuten  50,00 €
 b) Gruppenpreis 120 Minuten  60,00 €
Audioguide  4,00 €
Katalog zum Museumspreis  29,50 €

Kontakt Museumspädagogik

Beratung:
Claudia Westermann

Tel. (0 52 51) 125-1400

Anmeldung:
Sekretariat des Museums

Tel. (0 52 51) 125-1400

Unsere Angebote für Kindergruppen und Schulklassen sind auch als Broschüre erhältlich

Broschüre zum Download

Die Angebote „Führungen und Programme“ zur Franziskus-Ausstellung sind auch als gedruckter Flyer beim Diözesanmuseum erhältlich oder können hier als PDF heruntergeladen werden.

Das Diözesanmuseum Paderborn - sakrale Kunst aus 11 Jahrhunderten
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  • 6. Mai 2012:
    • Das Museumsatelier (11:00)
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