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Angebote für Schulklassen

Religions- und Kunstunterricht im Museum

Warum steht der heilige Christophorus auf einem Wal?

Wieso befindet sich der Libori-Festaltar heute im Museum,

und wo hatte er vorher seinen Platz?

Was hat der heilige Liborius mit einem Pfau zu tun?

Antworten auf all diese spannenden Fragen finden sich im Erzbischöflichen Diözesanmuseum in Paderborn mit seiner reichen Sammlung von Heiligenfiguren, Gemälden, Goldschmiedearbeiten und Paramenten aus 1000 Jahren.

Anhand solcher und anderer Fragen können Schulklassen im Rahmen themengebundener und handlungsorientierter museumspädagogischer Angebote sich auf eine Entdeckungsreise in die Welt des Glaubens begeben.

Das museumspädagogische Programm ist in Abstimmung mit den Lehrplänen für den Religionsunterricht der Primarstufe und der Sekundarstufen I und II konzipiert worden.

Die einzelnen Themen sollen von den Schülerinnen und Schülern im Dialog mit den originalen Ausstellungsstücken erarbeitet werden. Das Diözesanmuseum als außerschulischer Lernort bietet die Möglichkeit eines differenzierten und vertiefenden Lernens. Ausgewählte Exponate eröffnen dabei sowohl kognitive als auch emotionale Zugänge zu Themen in erster Linie des Religions- aber auch des Kunstunterrichts.

Alle Programme dauern in der Regel 90 Minuten und werden auf die unterschiedlichen Alterstufen abgestimmt. Individuelle Absprachen inhaltlicher oder methodischer Art sind jederzeit möglich.

90 Minuten: 40,00 € pro Klasse, Eintritt ist frei
Ggf. Materialkosten: max. 2,00 € pro Schüler
Beratung: Claudia Westermann, Tel. (0 52 51) 125-1400

1. Angebote für den Religionsunterricht

neu für Grundschulklassen:

Schatzsuche im Dustern

Schüler der Bishopsparkschool Paderborn bei der Schatzsuche im Dustern

Schüler der Bishopsparkschool Paderborn bei der Schatzsuche im Dustern

Steigt man hinab zu den Grundmauern des Diözesanmuseums, begibt man sich auf eine Zeitreise. Man findet hier die Fundamente des Palastes des Paderborner Bischofs Meinwerk, der vor über 1000 Jahren lebte. Damals konnte man in die Tiefen des Gewölbes nur mit Kerzenlicht hinuntersteigen.

Im Rahmen der Führung „Im Dustern“ haben Grundschulkinder die Möglichkeit, sich ein wenig wie vor 1000 Jahren zu fühlen: nur mit Taschenlampen bewaffnet gehen sie auf die Suche nach den Schätzen des Doms, die heute in den Gewölben Meinwerks untergebracht sind. Vieles gibt es zu entdecken und so manches „Goldstück“ kann spannende Geschichten erzählen. Zum Schluss werden die teilnehmenden Kinder selbst zu Goldschmieden und dürfen einen eigenen Schatz mit nach Hause nehmen.

Museumsprogramm für Grundschulklassen 90 Minuten 40,00 Euro
Anmeldung telefonisch unter (0 52 51) 125-1400

(A1) Himmlischer Freund und Fürsprecher –
der heilige Liborius und seine Bedeutung für das Bistum Paderborn

Religionsunterricht, Klassen 3 – 9

Jedes Jahr Ende Juli herrscht in Paderborn für mehrere Tage der Ausnahmezustand, denn in dieser Zeit wird das Libori-Fest gefeiert. Der Bistumspatron, dessen Reliquien im Jahre 836 auf einer abenteuerlichen Reise von Le Mans nach Paderborn gebracht wurden, wird heute noch genauso verehrt wie vor über 1000 Jahren. Doch woran liegt das? Was macht Liborius, der einst Bischof von Le Mans war und schon kurz nach seinem Tod wegen seiner Frömmigkeit und Mildtätigkeit heilig gesprochen wurde, so besonders?

Im Rahmen dieses Programms sollen die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung des Heiligen für das Paderborner Bistum herausarbeiten. Darüber hinaus lernen sie anhand ausgewählter Exponate wichtige Zeugnisse der Liboriusverehrung seit dem Mittelalter kennen und entdecken typische Merkmale der Darstellungen in der Kunst.

Für die Klassen 3–6 bietet sich noch die Möglichkeit eines praktischen Teils im Anschluss an den – dann verkürzten – Teil im Museum.

(A2) „Abenteurer Gottes“ – 

Heilige und ihre Feste im Kirchenjahr

Religionsunterricht, Klassen 3 – 9

Heilige sind seit dem frühen Christentum Vorbilder für die Gläubigen, dienen als Vermittler zwischen Gott und den Menschen und werden wegen ihrer herausragenden Eigenschaften noch heute von Christen in der ganzen Welt verehrt. Ihre Lebens- und oftmals Leidensgeschichten dokumentieren die Bereitschaft von Menschen, ganz in der Nachfolge Christi aufzugehen, für ihre Ideale einzutreten und manchmal sogar ihr Leben für ihren Glauben zu opfern.

Im Museum gibt es Figuren und Bilder, die die Geschichten der Heiligen erzählen. Die Künstler in den vergangenen Jahrhunderten kannten diese Geschichten ganz genau, und es ist ihnen gelungen, diese in den Gesichtern und Gesten eindrucksvoll darzustellen. Die charakteristischen Attribute verraten etwas über das Leben der Heiligen, aber auch über ihre Funktion als Schutzpatrone gegen Gefahren und Krankheiten.

Im Rahmen einer Rallye durch das Museum begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach den Geschichten hinter den Figuren.

(A3) „Gottes-Dienst“ – Liturgie als gemeinsame Feier des Glaubens

Religionsunterricht, Klassen 3 – 13

Was hat ein Glöckchen auf dem Altar zu suchen? Wo sind die Reliquien der Heiligen? Warum trägt der Priester zu Ostern ein weißes Gewand?

Die Liturgie bildet die zentrale Achse des christlichen Glaubens. In ihr, und insbesondere in der Eucharistie, vollzieht sich das Werk der Erlösung der Menschen, wie es auf dem II. Vatikanischen Konzil formuliert wurde. Die Bedeutung der liturgischen Gewänder und Geräte sowie ihre Funktion im Rahmen des Gottesdienstes offenbaren sich durch alle Jahrhunderte in ihrer zumeist reichen künstlerischen Ausschmückung. Welchen Wandel die Liturgie in ihrer 2000jährigen Geschichte durchlaufen hat und wie die reichhaltige und heute hoch aktuelle Symbolik dieser Riten im Kirchenjahr zu verstehen ist, soll in diesem Programm anhand der entsprechenden Kunstwerke nachvollzogen werden. Dabei stehen Kelche, Patenen, Monstranzen und Weihrauchfässer ebenso im Blickpunkt wie die liturgische Kleidung in der Paramentenkammer.

(A4) „Im Zeichen des Kreuzes“ – Passion und Auferstehung

Religionsunterricht, Klassen 5 – 13

Die Leidensgeschichte und Auferstehung Christi, das Fundament des christlichen Glaubens, wurde den Menschen in den vergangenen Jahrhunderten in vielfältiger Weise vor Augen geführt.

Die Sammlung des Diözesanmuseums beherbergt gerade zu diesem Thema höchst eindrucksvolle Kunstwerke. Darunter befindet sich ein großes Tafelbild des Künstlers Gerd van Lon, das er um 1500 gemalt hat. Auf erzählerische Weise vereint der Maler aus Geseke gleich mehrere Szenen der Passionsgeschichte in einem einzigen Bild. Es zeigt die Stationen des Leidens, die Kreuzigung Christi und die nachösterlichen Geschichten, die mit der Himmelfahrt ihren Abschluss finden.

In einem Führungsgespräch werden anhand von ausgewählten Exponaten die einzelnen Stationen der Passion und Auferstehung Jesu mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet. Dabei soll die Bedeutung des Kreuzes für den christlichen Glauben ebenso erfahrbar gemacht werden wie die Glaubensbotschaft von Leid und Auferstehung, die eng mit unseren eigenen existentiellen Grundfragen verbunden ist.

(A5) „Maria und ihre Schwestern“ – 

Starke Frauen an der Seite Christi und in seiner Nachfolge

Religionsunterricht, Klassen 5 – 13

Obwohl Frauen in der Bibel sowie in der Kirchengeschichte durchaus präsent sind und oftmals die Ereignisse entscheidend und nachhaltig beeinflusst haben, kamen sie lange Zeit nur als Randnotiz in der theologischen Literatur vor. Ob Maria, die Mutter Jesu, Maria von Magdala, die erste Zeugin der Auferstehung, Märtyrerinnen wie Katharina von Alexandrien, Ordensgründerinnen und Mystikerinnen wie Birgitta von Schweden oder heilige Herrscherinnen wie Elisabeth von Thüringen oder Kaiserin Kunigunde – immer waren diese und andere „starke“ Frauen jedoch ein Thema in der Kunst.

In diesem museumspädagogischen Programm sind die Schülerinnen und Schüler eingeladen, sich auf die oftmals verschlungenen Pfade der Geschichten ausgewählter Frauen zu begeben sowie ihre Bedeutung und die unterschiedlichen Beweggründe ihrer Entscheidung, Christus zu begleiten bzw. in seiner Nachfolge zu handeln, gemeinsam zu erforschen.

2. Angebote für den Kunstunterricht

Schreibkunst im Skriptorium

z.B. für den Kunstunterricht, 90 Min., Klassen 5–12, 

oder interessierte Erwachsenengruppen

Als Skriptorien werden mittelalterliche Schreibstuben bezeichnet, die sich zumeist in Domschulen und Klöstern befanden. Bedeutende Skriptorien gab es z.B. in Helmarshausen, Corvey und am Paderborner Dom. In ihnen wurde das Wissen der Vergangenheit auf-, und vor allem abgeschrieben, darüber hinaus entstanden hier die heiligen Schriften für den Gottesdienst am Altar.

Im Mittelalter betätigten sich vor allem Mönche und Nonnen im Schreiben und Malen. Die heute noch erhaltenen Handschriften bezeugen den sorgfä ltigen Umgang mit den kostbaren Texten. Um zum Beispiel eine Bibel abzuschreiben und sie mit Bildern auszustatten, mussten meist mehrere Mönche jahrelang daran arbeiten.

Bevor mit dem Schreiben begonnen wurde, musste zunächst das Pergament als Schreibgrundlage hergestellt werden, danach wurden verschiedene Tinten und Farben angerieben. Dabei war es nicht immer leicht, alle erforderlichen Farben zu bekommen. Die meisten Pigmente (farbgebende Substanzen), die für die Farbherstellung benötigt wurden, waren sehr kostbar und wurden von fahrenden Händlern bezogen.

Woher die kostbaren Farben kamen, wie sie hergestellt wurden und womit geschrieben wurde, erfahren wir während eines ­Ausstellungsrundganges. In der Schreibwerkstatt versuchen wir nach mittelalterlicher Rezeptur, einige der wertvollen Farben selbst herzustellen und uns anschließend selbst als Kopisten zu betätigen.

Kosten: 40,00 € (Gruppe/Klasse)

plus Materialkosten: 2,00 € pro Teilnehmer

Buchungen und Anfragen bitte telefonisch: (0 52 51) 125-1400

(B1) „Spurensuche“

Kunstunterricht, Klassen 5 – 13

Die Objekte im Diözesanmuseum haben alle eine meist viele Jahrhunderte zurückreichende, ganz persönliche Geschichte. Anhand ausgewählter Beispiele soll dieser spannenden Historie hinter den Objekten und damit ihren, auch dem jeweiligen Zeitgeschmack angepassten, Veränderungen nachgespürt werden. Dabei steht sowohl der ursprüngliche Gebrauch der Kunstwerke als auch die Frage nach den Wegen einzelner Objekte (z.B. über den Kunsthandel) im Blickpunkt. So erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie eine kostbare Madonnenfigur mehrfach ihre Kleider wechselte, wie ein Schrein geraubt, zu Geld gemacht und schließlich ganz neu wieder erschaffen wurde oder was ein romanischer Tragaltar in der Röntgenabteilung zu suchen hat. Gleichsam werden die Schüler aufgefordert, sich selbst auf eine Spurensuche zu begeben und genau hinzuschauen und zu hören, welche Geschichten die Exponate erzählen.

(B2) „Vom Attribut zum Logo“

Kunstunterricht, Klassen 5–13

Die lila Kuh, der weiße Riese, das große gelbe M: Auf Plakaten, im Fernsehen oder im Internet – heute werden wir von Bildern überflutet und beeinflusst, manchmal ohne dass wir die Botschaft der Bilder genau entschlüsseln können. Die Menschen in der Vergangenheit erkannten beispielsweise lange vor dem uns heute bekannten „Logo“ anhand der Attribute der Heiligen, mit wem sie es zu tun hatten. Oder sie wussten, welche Bedeutung bestimmte Früchte in der Kunst hatten, warum z. B. das Jesuskind mal eine Birne und dann wieder einen Pfirsich in der Hand hält.

Im Mittelpunkt dieses Programms steht die Zeichenhaftigkeit der Kunst, aber auch des Alltags. In einem Führungsgespräch erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Funktion und Bedeutung von Symbolen und Allegorien sowie ihre Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte.

Am Schluss besteht die Möglichkeit, mit verschiedenen Materialien ein eigenes Logo kreativ zu gestalten.

EIntrittspreise

zur Laufzeit der Franziskus-Ausstellung

Einzelbesucher  7,00 €
 ermäßigt  5,00 €
 in Gruppen ab 8 Personen  5,00 €
 Schüler/Kindergruppen (ab 10 Personen) inkl. gebuchter Führung / Programm  4,00 €
 Programme/Führungen
(bis 25 Personen)
 a) Gruppenpreis 90 Minuten  50,00 €
 b) Gruppenpreis 120 Minuten  60,00 €
Audioguide  4,00 €
Katalog zum Museumspreis  29,50 €

Kontakt Museumspädagogik

Beratung:
Claudia Westermann

Tel. (0 52 51) 125-1400

Anmeldung:
Sekretariat des Museums

Tel. (0 52 51) 125-1400

Unsere Angebote für Kindergruppen und Schulklassen sind auch als Broschüre erhältlich

Broschüre zum Download

Die Angebote „Führungen und Programme“ zur Franziskus-Ausstellung sind auch als gedruckter Flyer beim Diözesanmuseum erhältlich oder können hier als PDF heruntergeladen werden.

Das Diözesanmuseum Paderborn - sakrale Kunst aus 11 Jahrhunderten
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